Sicherheit

Sicherheit

Die Unversehrtheit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter sowie die Prävention von Unfällen und Ereignissen im Arbeitsalltag, beim Betrieb unserer Produktionsanlagen und auf den Transport- und Arbeitswegen sind für Evonik von zentraler Bedeutung. Das reflektieren auch unsere konzernrelevanten Sustainable Development Goals (SDGs).

Evonik kommt ihrer konzernweiten Steuerungsfunktion in der Arbeits- und Anlagensicherheit mit weltweit gültigen Richtlinien, Prozessen und Systemen nach, die fester Bestandteil unserer integrierten Managementsysteme sind. Zentral geplante Auditierungen, die eng mit unseren Divisionen und externen Zertifizierern abgestimmt sind, bewerten die Umsetzung geltender Vorgaben. Konzerngremien stellen sicher, dass erfolgskritische Prozesse divisionsübergreifend standardisiert sind Anforderungen und Handlungsbedarfe sind im Rahmen kennzahlengestützter Ziele verbindlich definiert. Häufigkeit und Schwere von Unfällen fließen auch in die variable Vergütung des Vorstandes ein.

Arbeitssicherheit

Besonderes Augenmerk legen wir auf die Arbeitssicherheit. Das umfasst auch den Arbeitsweg und schließt die an unseren Standorten tätigen Fremdfirmenmitarbeiter ein.

Zentrale Steuerungskennzahl für die Arbeitssicherheit bei Evonik ist die Unfallhäufigkeit. 2021 haben wir unser selbst gestecktes Ziel, bei der Unfallhäufigkeit der eigenen Mitarbeiter unter dem Grenzwert von 0,26 zu bleiben, deutlich erreicht. Mit 0,19 bewegt sich der Wert erneut auf einem niedrigen Niveau. Dazu trug auch bei, dass viele Mitarbeiter aufgrund von Corona im Homeoffice gearbeitet haben. Unsere Standorte in Mittel- & Südamerika blieben im gesamten Jahr 2021 unfallfrei.

Im Berichtsjahr verzeichneten wir an unseren Standorten keinen tödlichen Arbeitsunfall und auch keinen tödlichen Wegeunfall – weder bei eigenen Mitarbeitern noch bei Fremdfirmenmitarbeitern. Auch kam es zu keinem schweren Unfall eines eigenen oder Fremdfirmenmitarbeiters. Jedoch ereigneten sich zwei Unfälle mit einer Ausfallzeit von mehr als sechs Monaten.

Unfallhäufigkeit
Anzahl der Arbeitsunfälle pro 200.000 Arbeitsstunden Obergrenze
≤ 0,26
2017 0,23
2018 0.17
2019 0,24
2020 0,16
2021 0,19

Anlagensicherheit

Sicherheit ist Teil unserer DNA: Sie ist Grundvoraussetzung für den Betrieb und die Leistungsfähigkeit unserer Anlagen.

Anlagensicherheit ist die Basis einer zuverlässigen, effektiven und zukunftsfähigen Produktion. Weltweit legen wir anspruchsvolle Sicherheitsmaßstäbe für den gesamten Lebenszyklus unserer Anlagen an. Dabei verstehen wir Sicherheit als eine ganzheitliche Aufgabe, die wir weltweit in unseren Sicherheitsmanagementsystemen verankern und regelmäßig überprüfen.

Zentrale Steuerungskennzahl für die Anlagensicherheit bei Evonik ist die Ereignishäufigkeit. Dabei verfolgen wir die Anzahl der Ereignisse mit Stofffreisetzungen, Bränden oder Explosionen (Process Safety Incidents, PSI) gemäß der Definition von Cefic.

Mit einer Ereignishäufigkeit von 0,48 haben wir unser Ziel, unter der Obergrenze von 0,40 zu bleiben, im Berichtsjahr nicht erreicht. Zurückzuführen ist dies auf das Absenken der Erfassungsschwelle, was sich folglich in höheren Ereigniszahlen widerspiegelt.

Ereignishäufigkeit
Anzahl der Ereignisse pro 1 Million Arbeitsstunden (bis 2020)
Anzahl der Ereignisse pro 200.000 Arbeitsstunden (ab 2021)
Obergrenze
≤ 1,10
Obergrenze
≤ 0,40
2017 1,11
2018 1,08
2019 1,10
2020 1,45
2021 0,48


a 2017 – 2020 nach Cefic 2011, 2021 nach Cefic 2016.

Gesundheitsschutz und -förderung

Das weltweite Management von Gesundheitsschutz und -förderung bei Evonik ist langfristig und ganzheitlich ausgerichtet. Wir betrachten die Beschäftigten selbst, die Arbeitssituation und das betriebliche Umfeld.

Auch 2021 hat die Corona-Pandemie den betrieblichen Gesundheitsschutz vor besondere Herausforderungen gestellt. An allen Standorten weltweit galten Pandemiepläne. Auf Konzern-, Regionen- und Standortebene waren die vorgesehenen Steuerungsgremien aktiv. Unser Konzernsteuerungskreis gab global verbindliche Handlungsanleitungen heraus. Auf dieser Basis legten die lokalen Gremien situationsangepasste Maßnahmen fest. Für Deutschland wurde die mit der Mitarbeitervertretung geschlossene Betriebsvereinbarung zu COVID-19 mehrfach angepasst und um neue Aspekte ergänzt.

Durch die festgelegten Maßnahmen verbunden mit einem systematischen und umfassenden Fall- und Quarantänemanagement konnten wir Infektionsketten oder -cluster an unseren Standorten weitgehend verhindern. Ein differenziertes Reporting und regelmäßige Telefonkonferenzen sorgten für einen guten Kommunikationsfluss zwischen den Steuerungsebenen. Für die Mitarbeiter wurde eine Hotline geschaltet. Zusätzlich gab es im Intranet umfangreiche Informationsseiten zur Pandemie und zu Unterstützungsangeboten. Unter #wirgegencorona und #maskeaufunddurch haben wir unsere Mitarbeiter aufgerufen, sich und andere auch weiterhin mit verantwortungsvollem Handeln zu schützen.

Betriebliche Gesundheitsförderung
Der Schwerpunkt unseres Programms well@work liegt auf drei Themen: Bewegung, gesunde Ernährung sowie Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Neu hinzugekommen ist 2021 das Thema Mentale Fitness. Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein fester Bestandteil. Evonik setzt auf langfristig angelegte Basisprogramme zur Förderung eines gesunden Lebensstils, die durch jährlich wechselnde Gesundheitsaktionen ergänzt werden. An allen deutschen Standorten bestehen interdisziplinär besetzte Arbeitskreise, die sich mit der operativen Umsetzung von well@work beschäftigen. Im Rahmen des Care & Support-Programms können sich Mitarbeiter in Deutschland auch mit privaten medizinischen Fragestellungen an die werksärztlichen Dienste wenden. Sie werden beraten, begleitet oder im Falle behandlungsbedürftiger Erkrankungen an Haus- oder Fachärzte verwiesen.

Transportsicherheit und Logistik

Unser Ziel ist die Risikominimierung entlang des gesamten Beförderungsvorgangs – von der Beladung über den Transport bis zur Entladung. Für die Beförderung gefährlicher Güter legen wir besondere Sorgfalt zugrunde. Zudem gehen wir für bestimmte besonders gefährliche Produkte und Rohstoffe mit unseren Sicherheitsstandards über das hinaus, was die Gefahrgutvorschriften für diese Stoffe vorsehen.

Um sichere Transporte von Logistikpartnern zu unterstützen, ist bei Evonik die Verwendung von Anforderungsprofilen für Transportdienstleister und Selbstabholer sowie Lagerdienstleistungen in Europa gängige Praxis. Ziele dieser Profile sind – neben dem Qualitätsmanagement – insbesondere die Gewährleistung von Sicherheit und Sicherung sowie die Berücksichtigung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten bei der Beförderung und Lagerung chemischer Güter.

Deutliche CO₂-Einsparung
Im Rahmen unserer Transportstrategie verlagern wir, wo möglich, Transporte von der Straße auf die Schiene. Das gilt beispielsweise für unsere Transporte in die Türkei. Das bietet diverse Umweltvorteile wie weniger Kohlenstoff, weniger Partikel, weniger Stickoxidemissionen und einen niedrigeren Dieselkraftstoffverbrauch. Evonik konnte auf diese Weise in den letzten zehn Jahren rund 2.110 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen.

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