Unsere Handlungsfelder

Wertschöpfungs­kette und Produkte

Verantwortung in der Wertschöpfungs­kette

Mit unserem Einkaufsvolumen haben wir einen nennenswerten Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst. In Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten treiben wir Transparenz und Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette kontinuierlich voran.

Durch die sorgfältige Auswahl von Lieferanten sichern beziehungsweise erhöhen wir nicht nur deren eigene Nachhaltigkeitsstandards, sondern auch die Qualität der gesamten Wertschöpfungskette. Zum einen fokussieren wir uns dabei auf die Qualifizierung und Bewertung von Lieferanten. Zum anderen unterziehen wir Lieferanten einzelner kritischer Rohstoffe einer gesonderten Betrachtung. Unter „kritischen Rohstoffen“ verstehen wir alle Rohstoffe, die mit einem potenziellen Liefer- oder Reputationsrisiko verbunden sein können. Dazu zählen beispielsweise Konfliktmineralien sowie nachwachsende Rohstoffe, darunter auch Palmöl. Für diese „kritischen Rohstoffe“ haben wir spezielle Beschaffungsstrategien etabliert. Diese Prozesse sind in einem entsprechenden Managementsystem integriert und abgebildet. Wir streben an, alle wesentlichen Rohstofflieferanten auf ihre Nachhaltigkeit bis 2025 überprüft zu haben.

Als Mitglied des UN Global Compact haben wir uns zur Einhaltung von dessen Prinzipien verpflichtet. Unsere Anforderungen sind im „Verhaltenskodex für Lieferanten“ dokumentiert. Dieser basiert auf unseren Konzernwerten, auf den Prinzipien des UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie den Themenfeldern der Responsible-Care®-Initiative.

Um unserer Verantwortung gerecht zu werden, hat ein kontinuierlicher Dialog mit unseren Lieferanten einen hohen Stellenwert. Neben dem direkten Kontakt mit dem Einkauf haben Mitarbeiter von Zulieferunternehmen immer auch die Möglichkeit, sich mit Anliegen oder Problemen an unsere extern betriebene Whistleblower-Hotline zu wenden.

Together for Sustainability
Wir sind Gründungsmitglied der Initiative Together for Sustainability (TfS). Ziel von TfS ist die gemeinsame Entwicklung und Implementierung eines globalen Assessment- und Auditprogramms zur verantwortungsvollen Beschaffung von Gütern und Leistungen. In diesem Rahmen trägt TfS dazu bei, Umwelt- und Sozialstandards in den Lieferketten nicht nur bewertbar zu machen, sondern auch gezielt zu verbessern.

Lieferantenqualifizierung und -bewertung
Lieferantenqualifizierung und -bewertung

Mehr zu TfS erfahren Sie hier

Forschung & Entwicklung/Innovation

Die Verbindung von Innovationskraft und Kundennähe ist für Evonik ein entscheidender Erfolgsfaktor und Motor für profitables Wachstum. Wir identifizieren zukunftsträchtige Innovationswachstumsfelder und nutzen diese zur Erreichung unserer ehrgeizigen Ziele in den Wachstumsdivisionen Specialty Additives, Nutrition & Care und Smart Materials. Diese Innovationswachstumsfelder sind:

  • Sustainable Nutrition: Etablierung weiterer Produkte und Services für eine nachhaltige Ernährung in der Tierhaltung und für den Menschen.
  • Healthcare Solutions: Entwicklung neuer Materialien für Implantate und als Bestandteile von Zellkulturmedien sowie maßgeschneiderte, innovative Medikamentenformulierungen.
  • Advanced Food Ingredients: Aufbau eines Portfolios von gesundheitsfördernden Substanzen und Nahrungsergänzungsmitteln als Beitrag zur gesunden Ernährung.
  • Membranes: Ausweitung der SEPURAN® Technologie zur effizienten Gasseparation für weitere Anwendungen.
  • Cosmetic Solutions: Entwicklung weiterer naturbasierter Produkte für kosmetische Anwendungen sowie sensorisch optimierter Formulierungen für Hautpflegeprodukte.
  • Additive Manufacturing: Auf- und Ausbau von Produkten und Technologien in dem Bereich additive Fertigung.

Mit diesen Innovationswachstumsfeldern wollen wir bis 2025 einen zusätzlichen Umsatz von mehr als 1 Milliarde € erwirtschaften. Wir sind hierbei auf gutem Weg.

Aufteilung des F&E-Aufwands 2020

Circular Economy

Circular Economy stellt eine Alternative zum herkömmlichen linearen Wirtschaftsmodell dar. Es geht hier um die optimale Verwertung von Stoffströmen. Wertstoffe werden idealerweise in der höchstmöglichen Stufe der Wertschöpfung gehalten und dazu in unterschiedlichen Kreisläufen aus Herstellung, Nutzung, Recycling und Wiedernutzung geführt. Dieses Konzept heißt „zirkuläre Wirtschaft“ oder „Kreislaufwirtschaft“. Da „Kreislaufwirtschaft“ oft mit „Abfallwirtschaft“ gleichgesetzt wird, verwenden wir auch im Deutschen den Fachbegriff „Circular Economy“.

Im Herbst 2020 haben wir ein „Circular Plastics Program“ gestartet, womit Evonik erstmals alle Aktivitäten rund um das Thema „Circular Plastics“ bündelt. Ziel ist, die Zusammenarbeit mit Kunden und Stakeholdern der kunststoffverarbeitenden Industrie zu intensivieren und die Netzwerke entlang der Wertschöpfungskette auszubauen. Damit sollen Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von Kunststoffen am Ende des Lebenszyklus verbessert und die Transformation zu einer Circular Economy beschleunigt werden.

Nachhaltige Produkte und Lösungen für unsere Kunden

Wir bedienen die steigende Nachfrage unserer Kunden nach Produkten für klimaneutrale, zirkuläre, biodiversitätsschonende, gesunde und natürliche Lösungen. Darüber hinaus leisten wir einen Beitrag zu transformatorischen Veränderungen zu mehr Nachhaltigkeit in unseren Lieferketten und Endmärkten.

Product Stewardship

Product Stewardship gehört zu den unabdingbaren Grundlagen unserer Geschäftstätigkeit. Sie ist unsere „license to operate“. Dazu gehört, mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken in unserem Portfolio frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und bestmöglich zu verringern.

Seit vielen Jahren bekennen wir uns zur internationalen Responsible-Care®-Initiative und zur Responsible Care Global Charter des Weltchemieverbands ICCA (International Council of Chemical Associations), die auch den Aspekt „Global Product Strategy (GPS)“ umfasst.

Unsere Chemicals-Management-Systeme

Wir unterziehen sämtliche von uns in Verkehr gebrachten Stoffe (> 1 Tonne/Jahr) einer Bewertung. Besonders gefährliche Stoffe berücksichtigen wir auch in kleineren Mengen. Das ermöglicht eine fundierte Risikoabschätzung. Im Bedarfsfall werden bestimmte Verwendungsmuster eingeschränkt oder im Extremfall sogar Anwendungsverbote für einzelne Produkte ausgesprochen.

Für die Bewertung unserer Stoffe verwenden wir das von Evonik selbst entwickelte Chemicals- Management-System (CMS). Das System erlaubt uns, unsere Produkte auf globaler Ebene – ähnlich einer Lebenswegbetrachtung – zu bewerten. Die CMS-Inhalte wurden mit den Vorgaben der Globalen Produktstrategie (GPS) des internationalen Chemieverbands ICCA sowie den REACH-Anforderungen harmonisiert.

Als Erweiterung des CMS bezieht sich unser Chemicals-Management-SystemPLUS auf Produkte, die besonders besorgniserregende Stoffe enthalten. Diese werden einer vertieften Betrachtung unterzogen, um potenzielle Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu vermindern.